Ray`s Crashkurs



 

Wer es »ganz genau« wissen will, der muß schon zu einem Fachbuch greifen, an dieser Stelle kann nur in groben Zügen etwas über die Praxis des Satellitenempfangs von Fernseh und Radioprogrammen gesagt werden.

Waren vor ca. 10 Jahren die meisten Zuschauer noch mit max. 3 TV-Programmen zufrieden, so sind heute schon mehr als 10 in Berlin über Antenne zu empfangen und wer nur das sieht, was übers Kabel in sein trautes Heim kommt, der wünscht sich oft noch mehr Vielfalt!

Nicht nur in der bemannten Raumfahrt wird die Technik immer vollkommener, auch in der Telekommunikation ist die Satellitentechnik nicht mehr weg zu denken!

Ob es sich nun um eine Liveübertragung aus Südafrika, oder einer Übertragung aus Japan handelt, ohne Satellit wäre dies undenkbar.

Telekommunikationssatelliten, diese »Fernsehtürme« über dem Äquator, ca. 36.000 km von uns entfernt, bringen uns Live die ganze Welt ins Haus und nicht nur zu denen, die es im Satellitendirektempfang »hereinholen«! Auch das, was über Kabel ankommt, wird zum überwiegenden Teil vom Satelliten »herunter geholt«!

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Außer in einigen Fachzeitschriften und Fachbüchern erfährt der »Normalbürger« jedoch relativ wenig darüber, wie das Ganze funktioniert! Sicher wird Jeder, der sich entschlossen hat in Zukunft selbst die Programme via Satellit zu empfangen, auch im Fachhandel beraten. Nur muß halt die Werbung und der Verkäufer zuerst an den Umsatz denken und dementsprechend fällt meistens diese Beratung aus. Daher ist Jeder, der sich zum Satempfang entschlossen hat, gut beraten, wenn er vorher aus unabhängigen Quellen Infos bezieht.

Ein großes und weites Feld dafür ist das Internet, nur hat noch nicht Jeder den Zugriff! Daher bietet das »Radiojournal« an dieser Stelle als Ergänzung zur monatlich erscheinenden Zeitschrift, umfassende aktuelle Meldungen zum Thema Sat-Empfang von Radio-und Fernsehprogrammen, die ohne Zusatzgebühren, zum normalen Telefontarif, per Fax abrufbar sind!

Wer die lange Liste dessen gesehen hat, was angeboten wird, schüttelt vielleicht den Kopf, weil viele Dinge darin nicht für Jeden interessant sind. Das war auch der Grund, mehrere Nummern anzubieten, aus denen das was gewünscht wird, ausgewählt werden kann.

Es ist natürlich erst ein Test und jede Meinung zu diesem Dienst ist uns willkommen. Die Reaktion der Abrufenden wird belegen, was beibehalten und was in Zukunft verändert wird.


Allgemeines:
   hm-sat.de - Heimkino- und Satelliten-Technik
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Ein Satellit, der Radio und Fernsehprogramme überträgt, arbeitet als Relais, d.h. er empfängt von den Bodenstationen Signale, die er ohne geographische Beeinträchtigungen, in bestimmte Gebiete wieder aussendet. Damit können ganze Erdteile, ja fast die ganze Welt erreicht werden. Mittlerweile gibt es bestimmte Sendepositionen auf denen mehrere Satelliten senden, zu deren Empfang eine Satellitenschüssel ausreichend ist. Auf 19,2 Grad Ost, auf Astra, wo die meisten deutschspachigen Programme senden, sind z.Zt. insgesamt 6 Satelliten. Diese Position wird in in den nächsten Monaten auf insgesamt 8 erweitert. Alle kommen über eine Sat-Empfangsanlage herein. Auf der Sendeposition 13 Grad Ost, von Eutelsat, sind bisher fuenf.  In Zukunft senden dort insgesamt
sechs Satelliten.

Weshalb ist überhaupt eine Satellitenschüssel zum Empfang notwendig und keine Stabantenne? Erstere bündelt die ankommenden Signale in einem Brennpunkt und gibt sie an den Low Block Konverter (LNB oder LNC) weiter, der die »richtigen Datenströme« herausfiltert, verstärkt und in »gängige« Frequenzbereiche transformiert. Mit Stabantennen ist dies ebenfalls möglich, wird jedoch bisher selten angewendet. Es gibt mehrere Formen von Sat-Schüsseln, die zum Einen unterschiedliche Preise haben und für unterschiedliche Zwecke verwendet werden. Während für den professionellen Empfang in großen Kabelkopfstationen ovale Parabolsegmentantennen mit dem LNB hinter der Satschüssel, verwendet werden, ist im »normalen Gebrauch« meistens die Offset-Satschüssel, Parabolschüssel oder Flachantenne anzutreffen. Der Wirkungsgrad dieser Antennen ist unterschiedlich und hängt davon ab, welche Satelliten wo empfangen werden sollen. Jeder Satellit ist nicht überall in gleicher Empfangsstärke zu empfangen. Hier in Mitteleuropa kann kein Programm und keine Übertragung via Satellit empfangen werden, die südlich des Äquator ausgestrahlt wird.
Nur das, was in unserem »Sichtbereich« ist, kann hier empfangen werden.
Konkret bedeutet es, daß in Frankfurt nur Satelliten »hereinkommen«, die zwischen 82 Grad Ost und 62 Grad West stehen. In anderen Gegenden Deutschlands, sieht dies anders aus. Im Westteil ist der Empfang der weiter westlich stehenden Satelliten möglich, dafür nicht der Östlicheren.

Neben der Horizontalen, Azimut, ist auch der Höhenwinkel in der Vertikalen, die Elevation beim Empfang wichtig. Kurz gesagt die »Himmelsmechanik« muß beim Empfang berücksichtigt werden. Zur Berechnung des eigenen Standortes und dem der Satelliten, d.h. wohin die Sat-Antenne zum Empfang ausgerichtet werden muß, gibt es entsprechende Computerprogramme. Diese sind jedoch vor Allem für Firmen interessant, die Sat-Emfpangsanlagen in allen Teilen der Welt installieren. Für den »Hausgebrauch« ist wichtig zu wissen, daß hier in Frankfurt bei 10 Grad Ost die Sat-Schüssel am Höchsten ausgerichtet werden muß. Alle Satelliten die östlich oder westlicher davon stehen sind entsprechend »tiefer«. Es hängt vom Durchmesser der Sat-Antenne ab, ab wann der Höhenwinkel verändert werden muß. Da mit 60cm ein weitaus kleinerer Brennpunkt ist, als mit 360cm, sind mit Ersteren, bei ausreichender Signalstärke, Satelliten zwischen 28,5 Grad Ost und 1 Grad West, ohne Änderung des Höhenwinkels, problemlos zu empfangen! Während sich bei 360cm selbst Änderungen um 0,2 Grad bereits störend bemerkbar machen!

Eine Flachantenne (Antenne in Rechteckform), hat einen anderen Brennpunkt und muß viel steiler stehen als ein Parabolspiegel, oder eine Offsetantenne. Am Flachsten steht dabei der Offsetspiegel, da dort der Konverter nicht in der Mitte, sondern unterhalb des Zentrums angebracht ist. Offsetantennen eignen sich vor allem dort, wo Bäume, Gebäude, etc. den Empfang in direkter Richtung zum Satelliten beeinträchtigen könnten, da sie halt »flacher« stehen. Denn wenn keine direkte Himmelssicht zum Satelliten ist, ist von dort nichts zu empfangen! Für Drehanlagen, die benutzt werden um mehere weit auseinanderliegende Satellitenpositionen zu empfangen, werden meistens Parabolantennen benutzt. Bei denen macht sich im Winter auch der Schnee nicht so negativ bemerkar wie bei Offsetantennen, da sie ja steiler stehen. Denn wenn das LNB »zu« ist, ist natürlich nichts mehr zu hören und zu sehen!

Empfohlene Vorgehensweise:

 

 

1.Entscheiden, was gehört und gesehen werden soll. Dies kann der Frequenzliste auf meiner Seite entnommen werden, die ständig aktualisiert wird und daher viel »hilfreicher« sind als Fachbücher, in denen kurz nach dem Druck bereits Vieles überholt ist. Denn täglich gibt es Neues im Sat-Geschehen!

2.Überprüfen, ob das Aufstellen der entsprechenden Empfangsanlage Verwaltungstechnisch (Einwilligung Vermieter, Einhaltung der gesetztlichen Richtlininien, etc., möglich ist).

3. Ob der geplante Antennenstandort eine freie Sicht zu den vorgesehenen Satelliten ermöglicht (in Frankfurt ist 10°E, genau im Süden).

4. Beim Kauf der Anlage darauf achten, daß sie »zukunftsträchtig« ist, evtl. Digital-TV-tauglich, oder erweiterbar.

Bestandteile einer Sat-Empfangsanlage:

1. Außenanlage bestehend aus Sat-Spiegel mit LNB, Halterung und evtl.Mast.

2. Innenanlage bestehend aus

a) dem Sat-Receiver

b) dem TV-Gerät bzw. Stereoanlage

Praktische Hinweise zum analogen Sat-Empfang:

Empfangbar ist nur das, was mit dem LNB heringeholt wird, d.h. es muß den entsprechenden Sat-Frequenzbereich enthalten. Mit älteren LNB, die eine LOF von 10,0 haben kann deshalb z.B. Astra 1D nicht empfangen werden. Das geht nur mit LNB`s, die auch den Bereich ab 10,700 GHz, empfangen können. Diese haben meisten eine LOF von 9,75.

Nur wenige Receiver haben eine direkte Frequenzanzeige, z.T. werden nur Kanalnummern angezeigt. Dann müssen die entsprechenden Daten Listen entnommen werden.

In der Regel sind alle Kanäle im Receiver vorgespeichert. Oftmals ist der Kunde mit dieser Zuordnung jedoch unzufrieden, bzw. die Senderbelegung wurde verändert. Deshalb müssen die vorhandenen Daten häufig geändert werden. In den Bedienungsanleitungen ist beschrieben, wie. Nur setzt das oft Fachwissen voraus.

An dieser Stelle daher einige Hinweise wie vorgegangen werden muß.

A) Einstellen der Empfangsfrequenz im Sat-Receiver

Es muß die Oszillatorfrequenz LOF bekannt sein (steht auf dem LNB).
Für den Frequenzbereich 10,7 -11,9 Ghz ist dies normalerweise 9,75 (ältere LNB`s 10,0), für den Frequenzbereich 11,7-12,75
entweder 10,60 oder 10,75.

Wie die Sat-ZF eingestellt wird, soll nun an einem Beispiel erläutert werden:

Bei einem vorhandenen LNB das Astra 1D-tauglich ist (LOF 9,75), ergibt sich für Pro 7: Sendefrequenz 11406 MHz Minus 9.750 ergibt 1656 MHz.

Bei einem LNB für Astra 1A-C (LOF 10,0), ist die Errechnung für Pro 7:
11406 MHz Minus 10.000 ergibt 1406 MHz.

Bei einem Universal LNB beträgt die LOF für das untere Band (10,7-11,9)  9,75 für das obere Band (11,7-12,750) 10,60.
Hier rechnet man im oberen Band also folgendermaßen um:  z.B. Sendefrequenz 12.521Ghz abzüglich der LOF von 10,60
ergibt eine Einstellung am Receiver von 1921 MHz.

Können ältere Sat-Receiver (Tuner 950 bis 1750 MHz) mit einem 1D-LNB alle Astrakanäle von 1A bis 1D empfangen?

Für arte auf 1D ist die Sendefrequenz 10.714 GHz. Dies bedeutet nach obiger Berechnung, es müssen 964 MHz eingestellt werden. Empfang möglich.

Für Documania auf 1B ergeben sich 1936 Mhz. Empfang ist nicht möglich!

Wie erwähnt kann mit einem Frequenzextender der Bereich jedoch auf 2050 MHz erweitert werden. Dieses Bauteil ist im Sat-Fachhandel zu bekommen.


B) Polarisation

Es wird in zwei unterschiedlichen Ebenen (Polarisation) gesendet. Die Umschaltung erfolgt über ein Steuerkabel oder das Koaxkabel, das den Sat-Receiver mit der Außenanlage verbindet.

Mittels Koaxkabel ist die Schaltspannung für Horizontal 18 V, für Vertikal 14 V. Diese muß im Receiver eingestellt werden.

Eine Polarisationsumschaltung mit einer Steuerleitung hat den Vorteil, daß eine spannungsabhängige Drehung des Polarisers möglich ist. Diese Änderungen werden in den Sat-Receiver mit der Fernbedienung eingegeben.

Für den nur Astrazuschauer ist dies nicht erforderlich, jedoch beim Empfang von Satelliten mit schwächerer Sendeleistung.

Es gibt im Wesentlichen zwei Polarisertypen, den Elektromagnetischen und den Mechanischen. Letzterer ermöglicht eine optimale Trennen der Empfangsebenen und wird daher beim Sat-DXen, besonder im C-Band, verwendet, da man es hier fast ausschließlich
mit links- und rechtsdrehender Polarisation zu tun hat.

C) Toneinstellung

Neben dem TV-Ton werden auf den einzelnen Sat-Kanälen gleichzeitig auch auch Radios übertragen. Daher ist die Einstellung der richtigen Tonfrequenz wichtig.

Astra nutzt für den Fernsehton 7,02 MHz links und 7,20 MHz rechts. Analoge Radios nutzen den Bereich zwischen 7,38 und 8,46 MHz. Digitale Radios (ADR), senden zwischen 6,12 und 8,64 MHz.

Die Audiobandbreite des TV-Tones liegt bei 280 kHz (Normal) und für analoge Radios, Stereo und Mono, bei 110 kHz (Schmal).

Wichtig ist, daß der Sat-Receiver den Ton möglichst so wiedergibt, wie er vom Sender ausgestrahlt wird. Es gibt dabei unterschiedliche Normen. Die für Frankreich, Rußland, Italien, unterscheiden sich von denen in den anderen Ländern Europas.

Eine besonders guten analogen Ton haben Receiver, die Original Wegener Panda enthalten, bzw. dazu kompatible Verfahren, wie DNR.

D) Fernsehnormen

Ab 1. April 1997 senden analog über Astra alle TV-Programme in PAL, auf Eutelsat 13° wird ebenfalls analog nur in PAL gesendet.

Auf anderen Satelliten sieht das anders aus, hier werden auch Secam und NTSC eingesetzt.. Secam z. B. bei den französischen Programmen auf den Telecom-Satelliten 5° West und einigen russischen Programmen. NTSC wird vor allem bei Übertragungen aus
den USA und Japan verwendet.
Ob andere TV-Normen, wie Secam, NTSC, Pal-plus, Format 16:9, empfangen werden können, hängt vom jeweiligen TV-Gerät ab.
Um MAC-Normen zu sehen, sind entsprechende Zusatzgeräte erforderlich.

E) Codierung

Aus urheberrechtlichen Gründen sind einige TV-Programme verschlüsselt. D.h. sie sind ohne Decoder nicht zu empfangen. Es gibt unterschiedliche Codierungsarten, die z.T. nicht kompatibel zueinander sind. Die Wichtigsten sind:

a) Videocrypt (z.B. alle BSkyB-Programme)

b) Eurocrypt (alle MAC-Programme)

c) Nagravision-Syster (Premiere, Teleclub, Canal-plus Programme, span. Canal-Satellite-Paket)

Außer dem Decoder sind meistens zusätzlich Smartcards notwendig. Diese sind jedoch nur solange verwendbar, wie sie den Code entschlüsseln. In bestimmten Zeitabständen wird dieser von den Sendern geändert.

Trotz teilweise gleicher Verschlüsselungsart, sind nicht alle Programme mit den gleichen Karten zu sehen. Die Sender verwenden unterschiedliche Codenummern. Auch gibt es in einigen Ländern generelle Verbote für den Vertrieb einiger Karten. In Deutschland und Österreich ist z.B. Premiere zugelassen, der Teleclub nicht, nur in der Schweiz, obwohl beide mit dem gleichen Decoder zu empfangen sind. Die Karten sind jedoch unterschiedlich.


 

(c) Norbert Schlammer